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Pac-Man

abgelegt unter: Spiele von Enk am 12.06.2008

Pac-ManPac-Man ist nicht ohne Grund neben Space Invaders und Asteroids DER Automatenspiele-Klassiker: Pac-Man hat alle Elemente, die ein guter Spielautomat braucht. Simples Spielprinzip, knuffige Grafik, einfache Steuerung, unfaires Gameplay: Ein gelber Smiley frißt in einem Labyrinth so lange Punkte, bis er von den ihn verfolgenden Geistern gepackt wird und dann mit einem höhnischen Plopp implodiert.

Unter der scheinbar trivialen Oberfläche steckt - wie bei so vielen großen Werken - aber eine tiefere philosophische Weisheit. Wenn unser kleiner gelber Freund in höchster Bedrängnis von allen vier Geistern eingekreist ist, kann er selbst in einer scheinbar ausssichtslosen Situation das Blatt umkehren, indem er einen blinkenden großen Punkt, den “power pellet”, verspeist. Auf einmal wird das wehrlose Opfer zum Jäger, und die Verfolger zu blau angelaufenen Gejagten, die nun ihrerseits von Pac-Man gefressen werden können. Dieses bahnbrechende Prinzip “Vom Jäger zum Gejagten” ist bis heute die Vorlage für große Hollywood Produktionen (”Bourne Identity”, “Minority Report”, to name a few). Aber - wie so vieles im Leben - ist diese Wende nur von kurzer Dauer, die grundlegenden Regeln sind nur scheinbar außer Kraft gesetzt. Denn sobald die gefressenen Seelen der Geister zurück in ihr Versteck gelangt sind, verwandeln sie sich wieder in tödliche Jäger. Und eins steht von vorneherein fest: Pac-Man wird das Spiel nicht gewinnen können, egal wie oft er die Monster besiegt, sie kommen immer wieder.

Die Rettung als Illusion, in the long run, we’re all dead - darin liegt die tiefere Wahrheit von Pac-Man. Und noch eine wichtige Regel, die Pacman der jungen Generation nähergebracht hat: Esst mehr Obst! Eine Kirsche brachte 100 Bonuspunkte, eine Erdbeere 300, und eine Ananas ganze 1.000 Punkte.

Diese und andere Meinungen zu Pac-Man gibts auch bei Polyneux.

Pac-Man online spielen


WiiFit

abgelegt unter: Spiele von Enk am 03.06.2008

wiifit WiiFit sind eigentlich zwei bis drei Spiele in einem. Während die Yoga-, Muskelaufbau- und Aerobic-Übungen für den klassischen Konsolenspieler eher ungewohnt sind und wohl vor allem auf ein weibliches Zielpublikum schielen, sind die Balance-Spiele auch für den Knöpfchendrücker vertraut: Vom Skirennen bis zu Marble Madness-artigem Kugelspielchen sind die Konzepte auch schon aus Spielen mit klassischer Steuerung bekannt.

Was die Yoga-Abteilung angeht, ist vor allem etwas enttäuschend, dass die komplexen Wii-Controllerfunktionen hier praktisch ungenutzt bleiben. I.d.R. wird nur gemessen, wie gerade man bei einer Übung auf dem Balance Board steht. Ob ich Hände, Füße und sonstige Gliedmaßen aber richtig zum “Sonnengruß”, “sterbenden Schwan”, oder dreifachen Rittberger bewege, bleibt der persönlichen Einschätzung überlassen. Hier hätte man mit Einbeziehung von WiiMote und Nunchuck in vielen Fällen ein besseres und komplexeres Feedback realisieren können. Letztlich ist der Yoga-Teil nicht viel mehr als eine (wenn auch ganz gut gemachte) interaktive Trainings-DVD.

Die Muskelaufbau- und Aerobic-Übungen gehen - was die Einbeziehung der Wii-Steuerungsmöglichkeiten angeht, einen Schritt weiter. So wird z.B. beim WiiFit-Boxen das Balance Board mit Nunchuk und WiiMote-Steuerung kombiniert, so dass man recht glaubhaft vermittelt bekommt, mit dem ganzen Körper einbezogen zu werden. Am anderen Ende der Interaktivitäts-Skala ist das Jogging, bei dem das Auf-der-Stelle-Laufen nur durch die WiiMote in der Hosentasche gemessen wird - und dazu verleitet, einfach auf dem Sofa sitzenzubleiben und die WiiMote zu schütteln.

Das Highlight von WiiFit sind aber eindeutig die Balance-Spiele, eine Sammlung von (nach und nach freizuspielenden) Minispielen, die das Balance Board auf unterschiedlichste Weise nutzen. Neben eher simplen und nintendotypisch kindergartenbunten Herausforderungen wie dem “Pinguin-Picknick” wird bei einigen Spielen deutlich, wie gut die Balance Board Steuerung funktioniert. Genauso wie WiiSports für Tennis oder Bowling die Spielerfahrung an der Konsole revolutioniert hat, ist mit dem Balance Board beim Ski- und Snowboardfahren das Spielgefühl um Meilen näher am echten Ding, als es die aufwändigsten Hochleistungsgrafikwunder auf einer PS3 oder Xbox 360 je schaffen werden. Denn was nützt die prachtvollste 3D-Grafik, wenn ich tatsächlich nur ein paar Knöpfchen drücke um im Slalom den Berg hinunterzurasen, anstatt auf einem echten Board zu stehen und mit dem ganzen Körper zu steuern. Hier spielt WiiFit seinen unschlagbaren Vorteil aus, und man kann nur hoffen, dass die neue Steuerung zukünftig auch in komplexeren Skater- oder Skispielen zum Einsatz kommt.

wiifit_boxenWas WiiFit wirklich gut macht, ist das Zusammenschnüren von unterschiedlichen Spielelementen zu einem Gesamtpaket: Das übergreifende Zeitkonto, mit dem neue Aktionen freigespielt werden. Das Spielerprofil,das Fort- oder Rückschritte beim Gewicht schön plastisch auch am Bauchumfang des eigenen Miis visualisiert. Und vor allem die Langzeitmotivation mit regelmäßigem Fitnesstest, WiiFit-Alter als Fortschrittsindikator und diversen Statistiken zur persönlichen Entwicklung. WiiFit versteht es dabei, durch viele Kleinigkeiten zu motivieren. Ist Spieler 1 beispielsweise schon eine Woche nicht mehr auf dem Balance Board gewesen, fragt WiiFit auch schon mal bei Spieler 2 nach, was denn mit Spieler 1 los sei, und ob dieser in letzter Zeit einen etwas unfitten Eindruck machen würde. Oft nur kleine Details, aber in Summe eine durchdachte Geschichte.

Ist WiiFit nun die Allzweckwaffe gegen Fettleibigkeit bei Computernerds und Konsolen-Kids? Wird unsere Jugend jetzt nicht mehr an BicMac-Verfettung und Bewegungslosigkeit zugrundegehen? Ja und nein.
Natürlich ersetzt ein bisschen Rumhopsen auf dem Balance Board kein Fitness-Studio, und die Tipps zur gesunden Ernährung, die WiiFit immer mal wieder einstreut, werden kaum einen Jugendlichen von der Tiefkühlpizza abbringen. Aber wer WiiFit vorwirft, es sei kein Ersatz für ein Fitnessstudio, hat den Anspruch des ganzen nicht verstanden (und könnte genauso gut kritisieren, das Aspirin Mist ist, weil es ja nur bei Kopfschmerzen wirkt und keinen Krebs heilt): In erster Linie ist WiiFit ein Spiel, das Spaß machen und unterhalten soll. Und wenn WiiFit zusätzlich dabei hilft, sich überhaupt mal mit dem Konzept “Bewegung” auseinanderzusetzen, ein besseres Körpergefühl zu bekommen und auch mal über einen längeren Zeitraum aktiv zu werden, ist schon mehr gewonnen als mit so manchem Appell, doch bitte mehr Sport zu treiben. Und ja, man kann vom WiiFit-Training ins Schwitzen kommen und einen Muskelkater kriegen, wenn das als Indikator für “sportliche Betätigung” zulässig ist.

(Dieser Artikel erscheint - zusammen mit anderen Meinungen zu WiiFit - auch bei polyneux.de)


Retro Deluxe

abgelegt unter: Spiele von Enk am 31.03.2008

PoCWer vor 20 Jahren mal einen Commodore Amiga hatte, wird mit ziemlicher Sicherheit auch einmal Ports of Call gespielt haben - eine Zeit lang DIE Wirtschaftssimulation auf dem Amiga. Das Spiel verband die üblichen Kaufen, Verkaufen, Bauen, Reparieren Elemente einer Wirtschaftssimulation mit einem (von vielen verhaßten) “Action”-Element, bei dem die Schiffe selbst in den Dock manövriert werden mussten (in schnuckeliger 2D-Ansicht natürlich).

Der große Erfolg auf dem Amiga hat den Entwicklern keine Reichtümer beschert - obwohl das Spiel damals wohl jeder auf dem Rechner hatte, gab es wenige, die es auch legal gekauft hatten. Dazu kommt, dass das Genre “Wirtschaftssimulation” außerhalb von Deutschland kaum jemanden interessiert, und sich daher auch die Auslandsverkäufe in Grenzen gehalten haben.

Zwischenzeitlich wurde PoC mal auf den PC portiert, zunächst als 1:1 Umsetzung, später als “XXL” Version mit etwas Grafiktuning. Zum 21jährigen Jubliläum haben die beiden Entwickler Rolf-Dieter Klein und Martin Ulrich die Benutzeroberfläche komplett überarbeitet und Ports of Call 2008 Deluxe als Box-Version herausgebracht.

Das grundlegende Spielprinzip hat sich nicht geändert: Man kauft Schiffe, sucht sich eine vielversprechende Frachtlinie, verdient Geld, kauft sich mehr Schiffe, sucht lukrativere Frachtrouten, repariert die Schiffe, sucht noch lukrativere Routen, etc., etc.

Selbst Details wie der Fahrstuhl, mit dem man beim Schiffsmakler zu den einzelnen Handlungsoptionen gelangt ist aus der über zwanzig Jahre alten Amiga-Version geblieben, wenn auch jetzt etwas schicker animiert. Auch die damals revolutionäre Start/Stop-Funktion für die Spielzeit ist geblieben: Um Aktionen durchzuführen, kann die Zeit angehalten werden, wenn man fertig ist, läßt man die Uhr weiterlaufen. Klingt aus heutiger Sicht banal, war damals aber ein großer Wurf.

Man merkt dem Spiel an jeder Stelle an, dass hier nicht Profi-Gamedesigner am Werk waren, sondern ein paar Frickler. Die Menüs und Masken sehen sehr hausbacken aus und grafisch ist das alles mindestens fünf Jahre vom aktuellen Entwicklungsstand entfernt. Ein ganz netter Effekt ist die 3D-Weltkugel, mit der man die verschiedenen Häfen auswählen kann, was seit Google Earth aber auch niemanden mehr vom Hocker reißen wird.

Der 3D-Teil sieht im Vergleich zum restlichen Spiel geradezu revolutionär: da spiegeln sich Hafenkräne im Wasser, das Meer schlägt leichte Wellen, das Licht kann stufenlos von Sonnenschein auf Nacht verändert werden. Aber im Vergleich zu aktuellen Grafikwundern ist auch das ein paar Jahre hinter aktuellem Stand her. Einzig die Stereo-Sicht (mit 3D Brille) ist ein ganz netter Gimmick. Auch hier ist das Spielprinzip aber trotz 3D-Grafik dasselbe geblieben: Das Schiff muss aus dem Hafen heraus beziehungsweise in den Hafen hinein manövriert werden, ohne allzuoft an die Kaimauern oder andere Hindernisse zu rempeln. Dazu gibt es nur ein Steuerbord/Backbord Ruder und Vor/Zurück Geschwindigkeitsregler - das wars. Angeblich sind die 100 Häfen detailgetreu den Originalen nachempfunden, so kann man in New York an der Freiheitsstatue vorbeischippern und sieht am Horizont die Skyline, aber egal ob New York, Hamburg oder Algier, letztlich ist simple Spielprinzip überall das gleiche und nervt spätestens beim dritten Mal, wenn man vom Programm mal wieder gezwungen wird, eine manuelle Ein- oder Ausfahrt durchzuführen, weil die Lotsen gerade streiken.

PoC Screen

Wenn ich mir überlege, wieviel Zeit ich früher mit Ports of Call verbracht habe, ist mir im Nachhinein nicht ganz klar, was mich an dem Spielprinzip so gefesselt hat. Das Gameplay hat ungefähr den Reiz einer Steuererklärung. Es passiert schlicht zuwenig. Ab und zu kann man entscheiden, ob man ein Schmuggelgeschäft annehmen will oder einen Sturm umfahren sollte, das wars. Der “Action”-Teil passt eigentlich überhaupt nicht zum Rest des Spiels (und wurde ursprünglich auch als separates Add-On auf der PoC-Homepage verkauft), und wenn man ein- zweimal ein Schiff aus dem Hafen gesteuert hat, ist der Witz hier auch weg.

Einen Vorteil hat zumindest die wenig aufwändige Grafik: Man kann PoC bequem im Fenstermodus spielen, so dass man parallel prima Spiegel Online lesen kann, um über die Langeweile hinwegzutrösten. Und auch Winamp sollte man nebenbei laufen lassen - die Geräuschkulisse von PoC ist, sagen wir mal, sehr reduziert.

(Dieser Artikel erscheint gleichzeitig auf polyneux.de)


Poly…what?

abgelegt unter: Spiele von Enk am 27.03.2008
Für Freunde des pixeligen Spiels: Polyneux.de ist online. Eine Seite für alles rund um Computer- und Konsolenspiele. Mit Beiträgen der ominösen Spieler 1-4, Arkion, Daniel, Christian, grobi, Holger und Nille. Und wenn ich zwischen den ganzen Filmen nochmal zum Spielen komme, vielleicht auch mal von mir.


Die größte Innovation auf der Cebit..

abgelegt unter: Spiele von Enk am 10.03.2008

gaming_mouse…war dieses Jahr ganz ohne Zweifel beim Kühlerhersteller Zalman zu sehen: Die FPSGun Gaming Mouse. Einfach die Plastikverkleidung einer herkömmlichen Maus etwas aufbrezeln und den Mausbutton zum Trigger umstylen, fertig das Mouse-turned-Maschinengewehr für den Hardcore-Gamer. Dem Trubel am Stand nach zu urteilen ein absoluter Volltreffer.

Unverzichtbar für Profispieler ist auch ein Mouse-Bungee, der das Mauskabel immer in der richtigen Position hält. Ansonsten läßt sich festhalten, dass für Spieler der Trend eindeutig zum Drittbildschirm geht.

Wer als Gamer etwas auf sich hält, hat natürlich auch kein normales Gehäuse, sondern ein Designer-Case. Wie wärs z.B. mit einem Tower im Stil eines Londoner Busses? Auch für nVidia Fanboys gibt es das passende Case, schade nur, wenn man dann später doch mal zu ATI wechseln will.

v9Das Modding muss aber nicht bei Äußerlichem halt machen, auch so profane Dinge wie ein Prozessorkühler können zum Fashion-Item werden, z.B. gibts bei Coolermaster ein schickes Exemplar im V8-Motor Look.

Und auch Gehäuselüfter müssen nicht langweilig sein - die Firma EKL hat unter dem Label Alpenföhn eine ganze Serie von Tuningprodukten für den alpinen Computerfreund auf Lager, zum Beispiel den “Föhn 120″, ein für Hobby-Bergsteiger gestylter Lüfter.
foehn120Wer will, kann seinen Computer auch mit dem “Groß Clock’ner” Prozessorkühler aus derselben Baureihe bestücken, die Wärmeleitpaste “Schneekanone” benutzen oder die Lüfter-Entkoppler “Case-Spätzle” nutzen (Die Firma EKL muss dafür allerdings in die Wortspielhölle).

Noch nicht abgefahren genug? Kein Problem, wie wäre es mit einem Echtgold-verkleidetem Case der Marke “Wielander Rheingold“, bei dem vom Netzteil bis hin zu vergoldeten Corsair-Speicherbausteinen auch im Innern alles farblich perfekt aufeinander abgestimmt ist.

Und was macht man, wenn man als Hersteller so gar keine Innovationen zu bieten hat? Auch nicht weiter schlimm, einfach ein paar halbnackte Frauen auf dem Stand mit Firmenlogos besprühen, und schon hat man das Fachpublikum auf seiner Seite.


Frets on Fire

abgelegt unter: Spiele von Enk am 13.04.2007

Frets on Fire logo
Nach langer Zeit gibt es wieder ein Update für Frets on Fire, den Guitar Hero Clone für den PC. Endlich kann man nun Songs in Ordnern organisieren, was auch dringend nötig war wenn man alle Guitar Hero 1+2 Songs importiert hatte und die Songliste unübersichtlich wurde. Die grafischen Verbesserungen sind nicht so spannend, was rings um die Noten blinkt und leuchtet hat mich schon beim Original Guitar-Hero nicht interessiert, wo ein (sinnfreies) Spielziel war, neue Bühnenhintergründe freizuspielen.

Wer nach den Original Guitar Hero Songs von ACDC, Motörhead oder Deep Purple erstmal genug hat, kann mit Frets on Fire übrigens auch mal was anderes spielen - Vivaldis Vier Jahreszeiten sind mit E-Gitarre auch nicht schlecht (naja, der Winter zumindest).

Frets On Fire gibt es als Freeware für den PC


  

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