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Things younger than John McCain

abgelegt unter: Internet von Enk am 30.05.2008

John McCainDas ist doch mal eine innovative Blogidee: Thingsyoungerthanmccain.com macht genau das: Dinge auflisten, die älter sind als der 1936 geborene US-Präsidentschaftskandidat John McCain.

… z.B. das Nylon, der Bundesstaat Alaska, McDonalds, Israel, die Hindenburg-Katastrophe, der Kugelschreiber, oder das Penicillin.

Vermutlich kann man für sowas in den USA sogar wegen age discrimination verklagt werden. Aber dem anonymen Autoren auch egal (”so sue me”).

John McCain wäre bei Amtsantritt im nächsten Jahr 72, und damit ein Vierteljahrhundert älter als sein wahrscheinlicher Konkurrent Barack Obama. Andererseits, Adenauer war bereits 73, als er zum Kanzler gewählt wurde. Und der derzeitige Präsident Italiens wird nächsten Monat 83.

via vowe


Zyb - Adressen synchronisieren mit dem Handy - bald nur noch für Vodafone?

abgelegt unter: Internet von Enk am 16.05.2008

Zyb war bislang ein prima Dienst, um seine Adressen und Telefonnummern zentral zu speichern und dann mit allen möglichen Clients, vor allem aber mit SyncML-fähigen Handys, zu synchronisieren. Der Vorteil: man kommt von überall, wo es Internet gibt, an seine Adressdaten, und kann auch gleichzeitig alle mobilen Geräte mit den aktuellen Telefonnummern füttern. Der Service hat alles, was man von einem vernünftigen Web 2.0-Dienst erwartet: Einfach zu bedienen, keine Softwareinstallation erforderlich, problemlose Funktion, alle Basisdienste kostenlos. Und weil das alles so prima und nützlich ist, hat man mit Eplus und Simyo sogar einige Mobilfunkprovider als Partner gewonnen, die Zyb für ihre Kunden direkt integrieren - was nicht wirklich erforderlich ist, man kann Zyb auch mit jedem anderen Netzanbieter nutzen, nur das Handy muss SyncML-fähig sein.

Leider hat man es nicht bei dem keep-it-simple Ansatz belassen. Neben Adressen können jetzt auch Kalenderdaten, Texte und Bilder vom Handy synchronisiert werden (so weit so sinnvoll), inkl. Synchronisation mit dem Google Kalender. Schließlich wollte man aber auch auf den Social Networks Zug aufspringen. So ist mittlerweile die reine Online-Adressverwaltung hinter einem “Xing meets Wer-kennt-Wen” Netzwerk versteckt, bei dem man seine Freunde und Bekannten online vernetzen kann. Das mag für einige Anwendungsfälle durchaus Sinn machen, weil die Freunde dann selber ihre Adressdaten aktuell halten können, und diese dann automatisch im eigenen Handy aktualisiert werden. Aber wer schon in Xing & Co. aktiv ist, wird nicht noch ein drittes oder viertes Netzwerk nutzen, um auch dort noch seine Kontakte online zu pflegen und den Bekanntenkreis zum Anmelden zu bewegen.

Macht eigentlich nichts, denn die neuen Funktionen sind nur optional. Wer will, kann weiter nur seine Telefonnummern über Zyb verwalten, auch wenn die Kernfunktionen mittlerweile etwas in den Hintergrund gerückt sind. Was mehr Sorgen macht, ist die Tatsache, dass Zyb gerade von Vodafone gekauft worden ist. D.h. es wird wohl nicht lange dauern, bis man Zyb nur noch kostenpflichtig, über Vodafone-Verträge oder nur bei gleichzeitigem Abschluß eines Jamba-Sparabos nutzen kann. Vodafone wird kaum Interesse haben, einen hochwertigen Dienst außerhalb der eigenen Kundschaft kostenlos anzubieten. Andererseits: Nichts ist im Web 2.0 von Dauer. Dank offener Standards ist es nicht allzu schwierig, seine Daten einfach zum nächsten Anbieter (z.B. Mobical) zu transferien, falls Zybs neuer Besitzer die Konditionen ändert.


Die Welt twittert…

abgelegt unter: Internet von Enk am 16.04.2008
So ganz geheuer ist mir der Hype um Twitter nicht. Das Tool, mit dem man die Welt in 140 Zeichen rund um die Uhr darüber auf dem laufenden halten kann, was man grad so tut, gibts ja nun schon eine ganze Weile. Aber seit ein paar Wochen grassiert das Twitter-Fieber egal wo man hinschaut - und hat natürlich auch schon die unvermeidliche Gegenbewegung auf den Plan gerufen.

Ich persönlich hab nicht das Bedürfnis, jeden online davon zu unterrichten, dass ich gerade ne Tasse Kaffee trinke oder wo ich heut abend hingehe. Aber mal ab und zu reinschauen, was andere so von sich zu erzählen haben, ist in der Tat ganz lustig. Nichts weltbewegendes, nur eins von vielen Modulen auf der eigenen iGoogle Seite, aber warum nicht. Den derzeitigen Hype genauso wie die verbissenen Anti-Twitterer kann ich nicht verstehen, wozu die Aufregung?

Neben dem ganzen “bin grad Kaffeetrinken” Privatgelaber auf Twitter setzt jetzt übrigens die zweite Welle der Twitterer ein: kommerzielle Inhalteanbieter entdecken die Plattform für sich: Von CNN gibts die Breaking News als Twitter-Stream, die Computerwoche twittert über die neuesten IT-Nachrichten. Und nun kann man auch bei der Welt den Redakteuren via Twitter beim Recherchieren zuschauen. Die Welt ist ja spätestens seit dem Online-Glückskeks eh ganz weit vorne im Web 2.0.

Ob man das alles braucht, oder ob Twitter in einem Jahr so tot ist wie Second Life… man weiß es nicht. Vermutlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen: Websites, Blogs, rss-Feeds usw. wird Twitter nicht ablösen, aber die eine oder andere Nische, die mit dem 140-Zeichen-Konzept genau gefüllt werden kann, wird Twitter wohl finden.

update
Jetzt rettet Twitter sogar vor dem Knast


How German are you?

abgelegt unter: Internet von Enk am 27.02.2008
citroen

Da französische Autos in England nicht gerade den besten Ruf haben, vermarktet Citroen den neuen C5 dort einfach als “Unmistakeably German”. Um herauszufinden, ob man auch reif ist für ein durch und durch deutsches Auto, liefert Citroen gleich den passenden Test mit: “How German are you?”.

Der zugehörige Spot ist tatsächlich ganz witzig gemacht - Wagner, Lederhosen, Bratwurst, Gartenzwerge, Autobahn… alles drin, was an Deutschland-Klischees so zu haben ist. Umso erstaunlicher, dass man sich Referenzen auf Nazis, Panzer oder Handtuchkämpfe gespart hat, ohne die ansonsten keine englische Deutschlandbetrachtung auskommt.


Stage6 macht dicht

abgelegt unter: Internet von Enk am 25.02.2008

stage6-logoDer Online-Videhoster Stage6 stellt zum 28. Februar den Betrieb ein. Uploads sind schon jetzt nicht mehr möglich, die Download-Möglichkeit wird Ende der Woche abgeschaltet.

Im Gegensatz zu Youtube & Co. bot Stage6 die Möglichkeit, Videos nicht nur in pixeligen kurzen Häppchen bereitzustellen, sondern auch längere Videos in vernünftiger Qualität bis hin zu HD-Auflösung zu hosten. Stage6 wurde initiiert von Divx Inc., die die Plattform zur Promotion ihres DIVX-Formates und des dazugehörigen DIVX-Player aufgebaut hatten. Dateigrößen bis 2 GB waren erlaubt, was die Plattform natürlich sehr attraktiv gemacht hat für den Austausch von Filmen. Um Stage6 herum hatten sich eine Reihe von Indexing-Sites gebildet, die Material mit …ahem… fragwürdigem Copyright-Status auf Stage6 zugänglich machten. Dies wird nicht zuletzt der Grund für die exponentiell ansteigenden Traffic-Zahlen auf der Plattform gewesen sein, was den Betrieb sehr kostspielig gemacht hat und zum jetzigen Aus beigetragen hat.

Lt. Mitteilung auf der Homepage gab es Überlegungen, Stage6 zu verkaufen oder als Spin-Off weiterzuführen, letztlich hat es hierfür aber kein tragfähiges Geschäftsmodell gegeben. Eigentlich erstaunlich - Youtube ist mit einem ganz ähnlichen Geschäftsmodell so groß geworden, dass es von Google für sagenhafte 1,6 Milliarden Dollar gekauft wurde.


Wie man sein Startup in Deutschland eher nicht nennen würde…

abgelegt unter: Internet von Enk am 30.01.2008

triprTripr.tv ist eine Plattform für Urlaubsvideos. Nutzer laden ihre Videos von Hotels auf der ganzen Welt hoch und lassen somit andere an Ihren Urlaubserfahrungen teilhaben. Was auf englisch schön webzwonullig nach Reiseerlebnissen klingt, weckt für deutsche Ohren allerdings eher Erinnerungen an unangenehmere Mitbringsel aus dem Urlaub.


Einkaufen auf Einladung: Vente Privée, brands4friends & Co.

abgelegt unter: Internet von Enk am 18.12.2007

Ein Trend im E-Commerce, der bislang komplett an mir vorbeigelaufen ist, sind die neuen E-Commerce Einkaufsclubs wie Vente-Privée, brands4friends, BuyVIP oder Private Outlet. Dabei ist das Geschäftsmodell äußerst erfolgreich: Vente Privée macht dieses Jahr bereits Umsätze im dreistelligen Millionen-Bereich und ist in Frankreich angeblich der mittlerweile drittgrößte Modeversender, und in Deutschland schießen die Me-Too-Konkurrenten gerade wie Pilze aus dem Boden und werden mit VC-Millionen überschüttet.

vente priveeDas zugrundeliegende Geschäftsmodell ist dabei - wie bei allen erfolgreichen Geschichten - sehr simpel: Es werden Produktionsüberschüsse und Auslaufmodelle bekannter Marken vertickt - meist Klamotten, aber auch Haushaltswaren und anderes. Anders als bei Discount24, Schutzgeld.de oder den üblichen Ebay-Verkäufern kommen Kunden aber nur auf Einladung in den Shop, dadurch können die Hersteller ohne große Öffentlichkeit ihre Überschußware verramschen und machen den traditionellen Verkaufskanälen nur indirekt Konkurrenz, die Aktionspreise tauchen also auch nicht in den üblichen Preissuchmaschinen auf. Die Kunden erhalten satte Prozente auf Markenware, und durch das Invitation-Only Konzept hat man das Gefühl, ein besonders exklusives Schnäppchen zu machen. Dazu noch die üblichen Verknappungsstrategien - die Verkaufsaktionen laufen immer nur ein paar Tage, und was weg ist ist weg - und fertig ist das “aufregende Einkaufserlebnis”.

Eine weitere Zutat ist die aufwändige Warenpräsentation, zumindest Vente Privée gibt sich viel Mühe, die Aktionswaren ansprechend mit viel Flash- und Grafikspielereien hochwertig darzustellen, um kein Grabbeltisch-Image aufkommen zu lassen. Das ist vermutlich auch der Grund, warum das Geschäftsmodell erst in der letzten Zeit so richtig abgehoben hat. Vente Privée gibt es in Frankreich schon seit 2001, aber erst mit der massiven Verbreitung von DSL-Flatrates bei der Kundschaft kann man hochwertige Waren vernünftig online präsentieren, ohne das die Kunden stundenlang dem Seitenaufbau zugucken müssen.

brands4friendsDer Clou dabei ist der Zutritt in den Shop nur auf Einladung. Das suggeriert nicht nur Exklusivität, sondern ist virales Marketing pur. Allerdings hat solche Exklusivität für den Anbieter natürlich auch einen Preis: man kann nicht auf Teufel komm raus neue Kunden werben, sondern muss ein wenig Geduld haben, bis der Schneeball ins Rollen kommt, bis dahin läßt man viel potentiellen Umsatz mit dem “Du kommst hier nicht rein”-Prinzip außen vor. Soviel Standhaftigkeit wäre natürlich zuviel verlangt für die Marketing-Abteilungen und VC-Geldgeber. Da wundert es nicht, dass alle Anbieter ihre Exklusivitätsprinzipien mehr oder weniger schnell über den Haufen werfen und durch Kooperationen mit Paypal (Vente Privée), StudiVZ (brands4friends) oder schlicht durch eine Hintertür im Registrierungsformular (Private Outlet) praktisch doch jeden in den Shop lassen. Mit ein paar Minuten Google-Recherche war es auf jeden Fall kein Problem, bei allen Shops sofort einen Account zu bekommen.

buyvipDas Warenangebot ist dabei gar nicht mal so unattraktiv, und gerade bei Vente Privée sind die Rabatte durchaus sehenswert, sofern man sich denn für die angeboteten Marken interessiert. Ob allerdings ein Gemischwarenladen wie BuyVIP mit eher schlichter Warenpräsentation und Preisen, wie man sie bei Sonderangeboten auch durchaus im normalen Laden bekommt, dauerhaft Erfolg hat, sei mal dahingestellt. Andererseits wundert man sich ja auch immer wieder, wie gut diese Homeshopping TV-Sender angeblich laufen, für alles scheint es also einen Markt zu geben. Und bei Brands4Friends scheint der Laden auch zu brummen: Bei der aktuellen Aktion mit “Ed Hardy”-Klamotten waren zum Start die Server prompt ein paar Stunden wegen Überlastung nicht zu erreichen, und kurze Zeit später das Sortiment schon größtenteils ausverkauft.


A-Blogger dank Google PageRank Update

abgelegt unter: Internet von Enk am 29.10.2007

Ich weiß ja nicht was die ganze Aufregung um die PageRank-Anpassungen von Google soll. Die neue Systematik hat endlich dazu geführt, dass Mental Savage den gleichen PageRank hat wie Basic Thinking. Das wurde aber auch Zeit. Muss dann nur nochmal bei Jens nachfragen, warum ich immer noch nicht in den Top Ten auftauche…

pagerank savage  pagerank basic

Na, dann kann der Linkverkauf ja losgehen :)


Terminabsprachen online: Doodle.ch

abgelegt unter: Internet von Enk am 04.09.2007

doodleTerminvereinbarungen per e-Mail können ziemlich anstrengend sein. Man verschickt diverse Terminvorschläge an die Teilnehmer, bekommt die Rückmeldungen dann tröpfchenweise zurück, wobei der dritte Teilnehmer schon nicht mehr weiß, dass der erste an Datum x nicht kann, usw. usw., dann darf man zu Schluß das ganze noch per Strichliste auswerten.

Einfacher geht das mit Doodle, einem Online-Terminabsprache-Tool. Simpel und schnell zu bedienen: keine Registrierung, kein Login, in unter einer Minute ist ein Termin oder eine Umfrage erstellt. Einfach Name, Titel und Terminoptionen eingeben und den Link an alle Teilnehmer schicken. Neben Terminabsprachen kann man ähnlich einfach auch Umfragen bauen (”In welchen Film gehen wir heute Abend”, “Wohin soll der Betriebsausflug gehen”…).

Die Einfachheit hat allerdings auch ihren Preis, wer komplexere Abfragen bauen oder den Zugriff beschränken will, stößt mit Doodle schnell an die Grenzen. Bislang kann jeder, der den Link kennt, an der Terminabstimmung teilnehmen und bereits eingegangene Rückmeldungen abändern. Aber in 90% der Fälle sollte das unproblematisch sein, und der Verzicht auf Login und Registrierung erhöht die Akzeptanz bei den Teilnehmern erheblich.

Der Service ist noch recht frisch und wird ständig erweitert, das läßt auf zukünftige Features hoffen. Finanziert werden soll das ganze über Werbebanner - da die Wartungskosten überschaubar sind, könnte das sogar funktionieren.

An eine Sprachversion in Rätoromanisch hat man allerdings schon gedacht, auch wenn die bislang noch recht unvollständig ist. Die knapp 35.000 potentiellen Nutzer aus Graubünden wollte man sich wohl keinesfalls entgehen lassen.


Another Watt hour saved

abgelegt unter: Internet von Enk am 22.08.2007

Blackle

Wer den Klimawandel aufhalten will, braucht jetzt nicht mehr seinen Geländewagen verkaufen, sondern wechselt einfach die Suchmaschine: Blackle liefert die Google-Suche mit schwarzem Hintergrund, was angeblich Millionen Watt spart, weil ein Monitor für weiße/helle Seiten mehr Strom benötigt (allerdings gilt das wohl nur für alte Röhrenmonitore und nicht für LCDs).

Ein so erfolgreiches Konzept hat natürlich auch schon Nachahmer: unter www.earthle.com oder www.darkoogle.com gibts die Google Maske in der trendigen Farbkombination schwarz/grün.

Wir bei Mental Savage setzen ja schon von Beginn an auf die ökologisch korrekte Farbe schwarz und verwenden nur Wörter aus 100% recycleten Buchstaben.


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