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Asus Eee-PC 901 - Erster Eindruck

abgelegt unter: und sonst... von Enk am 27.08.2008

Mein neues Spielzeug ist da. Und ein bisschen sieht es auch so aus, wie ein Kinder-Spielzeuglaptop. Der Eee 901 ist klein, sehr klein. Die Tastatur und überhaupt das ganze Gerät sind nichts für Leute mit Wurstfingern. Wer aber gewohnt ist, mit fummeligen Handys SMS zu schreiben, oder per PDA oder Smartphone seinen Kalender zu pflegen, für den ist der Eee geradezu komfortabel. 10-Finger-Tippen ist mit etwas Übung durchaus möglich, und das Display hat eine sehr passende Größe: Die 1024er Breite ist absolut ausreichend für Surfen, Tippen und Lesen. Nur die etwas eingeschränkte Höhe von nur 600 Pixeln wird manchmal etwas eng, man gewöhnt sich beim Surfen oder pdf-Lesen schnell an, die F11-Taste für Vollbild-Darstellung zu nutzen, um die fehlenden Pixelzeilen auszugleichen. Um Probleme beim Bedienen von Programmen zu entgegnen, die mehr als 600 Pixel Höhe benötigen (z.B das mitgelieferte MS Works), hat Asus per Knopfdruck mehrere Alternativauflösungen parat, die das Bild z.B stauchen, oder scollbar machen.

Prozessor und Hauptspeicher sind ausreichend dimensioniert: XP läuft absolut stabil und mit gutem Antwortverhalten. Mehrere Anwendungen parallel laufen zu lassen ist kein Problem, und selbst Filme sind auf dem Mini-Breitbildschirm ruckelfrei abspielbar (xvid). Der Sound aus den winzigen Boxen ist sogar ganz annehmbar.

Der SSD-Speicher ist mit 12 GB (aufgeteilt in eine Hauptpartition mit 4 GB und eine zweite mit 8 GB) etwas knapp bemessen, aber fürs normale Arbeiten völlig ausreichend. Größere Filme oder mp3-Bestände sollte man eher auf einer separaten SD-Card auslagern, die man ins eingebaute Laufwerk stecken kann. Und Speichermonster wie den vorinstallierten Adobe Reader sollte man eh besser durch schlankere Alternativen wie Sumatra ersetzen (was in diesem Fall statt mehrerer hundert nur noch 1,5 MB Speicherplatz verbraucht).

Der Clou des 901 ist die Akkulaufzeit: Selbst mit aktivem Wlan und “High Performance” Modus ist stundenlanges Surfen drin, im Stromsparmodus wird man vermutlich auch an die von Asus propagierten über sieben Stunden herankommen.

Die Verarbeitung ist durchwachsen: Das Gehäuse macht einen stabilen und soliden Eindruck, aber die Tasten sehen ein wenig zu filigran aus, die Leertaste wölbt sich bereits ein wenig aus der Ebene heraus. Dafür legt Asus eine kleine Tasche (oder eher: Hülle) bei, die Kabel des (schön kleinen) Netzteils sind mit Kabelbindern versehen, es gibt ein gedrucktes Handbuch und eine Backup-CD, alles Dinge, die sich andere Anbieter, gerade in diesem Preissegment, gerne extra bezahlen lassen.

Ob der 901 das richtige Gerät ist, hängt sehr stark vom eigenen Nutzungsszenario ab. Wer sehr viel unterwegs tippen will, greift lieber zum Acer Aspire One oder anderen Konkurrenten mit größerer Tastatur. Wer hingegen größten Wert auf Mobilität legt, wird um den 901er kaum herumkommen, kein Konkurrent liefert auf so kleinem Raum ein vollwertiges Windows-Netbook mit derart langer Akkulaufzeit zu dem Preis.


Asus Eee-PC 901 bei Amazon

abgelegt unter: und sonst... von Enk am 21.08.2008

Wer hätte das gedacht, tatsächlich lieferbar: Das Netbook mit derzeit bester Akkulaufzeit, vernünftigem Display ohne großen Rahmen drumherum und Solid State Disk. Für ein Dritt-Notebook zwar nicht ganz billig, aber mit 6-Zellen-Akku derzeit noch ohne Konkurrenz. Und Asus zieht ausnahmsweise mal die europäischen Kunden nicht über den Tisch, die aufgerufenen rund 380 Euro entsprechen ziemlich genau den ca 570 Dollar, die Asus in den USA verlangt.

Die erste Lieferung ist wohl schon weg, die nächste soll aber schon in ein paar Tagen wieder eintreffen. Und ich hab schon eins bestellt.


Arschkarte

abgelegt unter: und sonst... von Enk am 19.08.2008
arch
Ein Service, den man unter diesem Namen in Deutschland eher nicht anbieten würde: Für treue Kunden gibts bei McDonald’s in den USA die Arch Card, quasi eine Prepaidkarte für Burger & Co.


Shatner sings

abgelegt unter: und sonst... von Enk am 16.08.2008

William Shatner, in Deutschland vor allem als Captain Kirk aus Star Trek oder Denny Crane aus Boston Legal bekannt, ist in den USA mittlerweile fast noch bekannter als öffentliches Gesicht der Reisebuchungsseite Priceline.com, für die er seit den späten Neunzigern Werbung macht (clever wie er ist hat er sich damals mit Aktienoptionen bezahlen lassen). In den ersten TV-Spots unter dem Motto “Shatner Sings” interpretierte er anfangs Song-Klassiker wie Age of Aquarius oder Bust a Move in dem ihm eigenen Sprechgesang und sorgte damit in kürzester Zeit dafür, dass Priceline eine bekannte Marke in den USA wurde.

Richtig gut wurde die Kampagne später, als Priceline vorgeblich Shatner feuerte, um als Nachfolger Leonard Nimoy einzuführen:

Im Rahmen der Kampagne tauchte Shatner immer wieder neben Nimoy auf, um seinen alten Job wiederzubekommen.

Mittlerweile hat Shatner wieder die Rolle des alleinigen Priceline Testimonials übernommen. Seit Anfang 2008 spielt er als The Negotiator in einer Reihe von neuen - auch sehr gut gemachten - TV-Spots die Hauptrolle. Alle aktuellen Spots gibt es auf der Priceline-Seite zu sehen.

Absolutes Glanzlicht von Shatners Performances bleibt aber das Ständchen, das er 2005 auf einer Gala zu Ehren von George Lucas gebracht hat (”Live long, you’ve already prospered enough”) - was die ewige Streitfrage, ob Star Trek besser sei als Star Wars (was es selbstverständlich ist), nochmal um eine schöne Pointe bereichert hat:


Nazi-Stick

abgelegt unter: und sonst... von Enk am 26.06.2008

Die Firma Kingston hat eine eher unorthodoxe Methode, die Seriennummern für ihre USB-Sticks zu vergeben. Neben einer Reihe kryptischer Zahlen und Buchstaben ehrt man am Ende wohl bekannte Figuren der Weltgeschichte.

kingston

Vielleicht hat Kingston sich das ja auch bei den Panini-Sammelbildchen abgeschaut - wenn man noch die Modelle .JOSEF, .POL und .SADDAM bekommt, ist die Serie “Große Diktatoren” vollständig.


Holländische Lemminge

abgelegt unter: und sonst... von Enk am 19.06.2008

Kein Witz: Die Angestellten der Schweizer Bahn (SBB) tauschen ihre orangenen Sicherheitswesten für den Rest der Fußball-EM gegen gelbe ein, damit die holländischen Oranje-Fans nicht irritiert dem Bahnpersonal hinterhertrotten:

“Als holländische Fans einem orange gekleideten SBB-Mitarbeiter im Gänsemarsch über die Gleise folgten, weil sie glaubten, er sei einer von ihnen, waren auch die letzten Skeptiker überzeugt. “

Quelle: 20min.ch


Bruce Willis im Weißen Haus

abgelegt unter: und sonst... von Enk am 18.03.2008

George Bush hat einen neuen Berater - Die Bankenkrise hat solche Ausmaße angenommen, dass neben Zentralbankchef Ben Bernanke jetzt wohl auch Bruce Willis in den engsten Beraterstab aufgerückt ist. Na dann “Yippie-Ya-Yeah Schweinebacke”.


Cebit Kartenschwemme

abgelegt unter: und sonst... von Enk am 26.02.2008

CebitNachdem die Aussteller in den vergangenen Jahren immer knausriger mit der Verteilung von kostenlosen Cebit-Eintrittskarten waren, gibt es seit letztem Jahr eine regelrechte Kartenschwemme. Wie schon bei der letzten Cebit packen diverse Elektronikversender wie Reichelt oder Snogard eine Cebit-Karte auf jede Bestellung gratis dazu, Pearl hat dieses Jahr mal eben 30.000 Tickets unters Volk gebracht. Andere Aktionen gab es von der Computerwoche (7.000 Tickets) oder von Xing (für Premiummitglieder). Ich hab diesmal sogar direkt von der Messe AG ein Freiticket per Post bekommen, ohne dass ich das angefordert hätte.

Die meisten Aktionen sind mittlerweile abgelaufen, aber wer noch eine Karte braucht: Bei Fujitsu-Siemens gibts noch welche.

Ach ja, ein Hinweis für die ganz Schlauen: Die Tickets sind personalisiert, der Weiterverkauf über ebay & Co. ist nicht nur verboten, sondern damit auch leicht nachvollziehbar. Davon abgesehen ist der Markt für Tickets durch die Kartenschwemme ziemlich tot: Aktuell gehen die Tickets (an der Tageskasse 38 EUR) bei ebay für gerade mal 2 Euro weg.


Wenn beim Live-Interview der Falsche am Telefon ist…

abgelegt unter: und sonst... von Enk am 24.01.2008

Ganz großes Kino: B5 Aktuell interviewt den Chef des Postdienstleisters PIN Group, Günter Thiel, zur prekären Lage des Unternehmens. Nur hat man da den falschen Herrn Thiel in der Leitung.

“Wie könnte PIN denn noch gerettet werden?”
“Das weiss ich jetzt auch nicht so genau”
[…]
“Die Arbeiter stehen ja jetzt auf der Straße”
“Ich kenn die gar nicht”
“Sie kennen die gar nicht? Es ist Ihnen auch völlig egal?”

Das Interview gibts hier.


Friese ist, wer Friese sein will

abgelegt unter: und sonst... von Enk am 11.01.2008

Die FriesenKein alter Otto-Witz, sondern Realität in Niedersächsischen Wahlkampf: Die Friesen. Zu wählen am 27. Januar bei der Landtagswahl.

Konsequenterweise gibts die Homepage der Friesen neben Hochdeutsch auch auf Platt (”De Fresen – en Partei för mehr Sülvstbestimmen”). Worum gehts den Friesen? Natürlich um mehr Küstenschutz, Förderung der Plattdeutschen Sprache und Einführung der Friesischen Geschichte als Pflichtfach… tja, warum nicht. Und weltoffen sind sie ja: “Friese ist, wer Friese sein will – ungeachtet seiner Herkunft und Hautfarbe.”

…und ehrlich gesagt auch nicht bizarrer als die niedersächsische CDU und ihr Spitzen-Werbesong “Komm mit ins Zukunftsland” … der Eintritt kostet den Verstand, möchte man da dann Hartmut Engler-mäßig gleich weitertexten.

In Hamburg wählt man natürlich Ende Februar Die Partei (”Hamburgs Zukunft liegt nicht im Bergbau”).


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