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Filmkritik: Confessions of a Shopaholic (Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin)

abgelegt unter: Film von Enk am 14.01.2010

“They said I was a valued customer. Now they send me hate mail.”

Action-Spezialist Jerry Bruckheimer (Fluch der Karibik, Pearl Habor) wagt mit Shopaholic einen Ausflug ins rom-com-Genre. Um auch in diesem Fach einen Blockbuster zu produzieren, wollte Bruckheimer wohl auf Nummer sicher gehen und richtet sich mit einer Geschichte um modefixierte New Yorkerinnen unverhohlen an die große Sex & the City Fangemeinde, die schon erfolgreich mit Devil wears Prada oder (weniger erfolgreich) Love and other Disasters in die Kinos gelockt werden sollte.

Rebecca Bloomwood (Isla Fisher) ist eine mäßig erfolgreiche Journalistin, deren Traum es ist, beim Modemagazin Alette zu arbeiten. Ihre zahlreichen Kreditkarten sind bis ans Limit ausgereizt, weil sie den Auslagen der Modeboutiquen nicht widerstehen kann und gerne mal in einen Shoppingrausch bei Prada oder Gucci verfällt. Um ihre Rechnungen begleichen zu können, bewirbt Sie sich notgedrungen bei einem Wirtschaftsmagazin, wo sie auch tatsächlich genommen wird. Obschon sie von Wirtschaft keine Ahnung hat und ihre eigenen Finanzen nicht im Griff hat, darf sie nun als Kolumnistin Wirtschaftstipps geben. Selbstverständlich hat das Wirtschaftsmagazin auch einen gutaussehenden Chefredakteur (Hugh Dancy), den es zu erobern gilt. Und natürlich gibt es auch eine biestig-intrigante Nebenbuhlerin (Leslie Bibb), die es auszuschalten gilt. An Rebeccas Seite steht natürlich eine beste Freundin (Krysten Ritter), mit der es kurz vor dem Happy End natürlich noch zu einem Zerwürfnis kommt.

Klingt danach, als ob hier kein Klischee ausgelassen wird? Genau so ist es. Die formelhafte Story wird komplett vorhersehbar runtergespult. Positiv formuliert könnte man Shopaholic zumindest eine leichtfüßige Inszenierung zugestehen, leider gerät dieses leichtfüßige oft auch ins dümmliche.

Zwischenzeitlich blitzt dann doch einmal für eine feelgood-Komödie erstaunlich offene Kritik an Markenfetischismus und Konsumfixierung auf, etwa wenn der vermeintliche Luxus-Kaschmirmantel sich zuhause beim Blick auf das Etikett nur als Plastikware aus chinesischer Massenproduktion herausstellt. Oder die Protagonistin erkennt, dass das Gerede vom “valued customer” und die Freundlichkeit der Verkäuferinnen sofort in Eiseskälte erstarrt, wenn die Kreditkarte nicht mehr gedeckt ist. Selbstverständlich bleibt die Sozialkritik schön verträglich dosiert, um den fluffigen rom-com Plot nicht weiter zu stören.

Isla Fisher (u.a. The Lookout) spielt ihre schablonenhafte Rolle sogar ganz amüsant. Kristin Scott Thomas als blasierte Chefredakteurin des Modemagazins wirkt hier allerdings nur wie ein Abziehbild von Meryl Streeps Rolle in Devil wears Prada.

Confessions of a Shopaholic (Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin), USA 2009 - deutscher Kinostart: 12.03.2009
4 Punkte


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