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Cebit Highlights

abgelegt unter: Spiele von Enk am 09.03.2009

Spektakulär an der diesjährigen Cebit waren vor allem die leeren Hallen. Ein Viertel weniger Aussteller und ein Fünftel weniger Besucher, einige Aussteller hatten wohl erst sehr kurzfristig abgesagt, so dass in fast jeder Halle abgesperrte Leerflächen zu sehen waren. Nicht gerade ein optimistischer Ausblick für die Branche. Am traditionell von jugendlichem Nerd-Publikum bevölkerten Cebit-Samstag wurde es dann aber zumindest rund um die Schrauber-Lieferanten wie Asus, Gigabyte, Enermax oder Thermaltake richtig voll, die Stände waren umlagert, und man schob sich durch die Gänge wie zu den Cebit-Hochzeiten früherer Jahre. Und auch die “Intel Extreme Masters”, ein größerer e-Sports Event in einer eigenen Messehalle, waren halbwegs gut besucht. Erstaunlich, wenn man sich vor Augen hält, dass die Cebit sich vor Jahren noch mit Händen und Füßen gewehrt hat, dass die Hersteller Spiele an den Ständen laufen lassen, weil das ja eine IT-Fachmesse sei und keine Computer-Kirmes. Mittlerweile ist man wohl um jeden Endkunden als Messebesucher dankbar.

gamevest

marinecool

soviet assault

eeestick

webciety

Aus der Rubrik Dinge die die Welt nicht braucht innovative Gaming Produkte ragt einsam die Gaming Vest von TN Games/3rd Space heraus: eine im coolen Militär-Look gehaltene Weste fürs stilechtes Ego-Shooter-Spielen. Und nein, es geht nicht darum, beim Spielen Cola und Pringles- Dose immer griffbereit zu haben, in den Westentaschen verstecken sich vielmehr an Brust und Rücken kleine Motoren, die bei gegnerischem Beschuss die Einschläge im Körper spürbar machen. Das funktioniert tatsächlich, fühlt sich aber eher nach einem kleinen Zwicken oder leichten Stromstoß an, als nach Kugeleinschlag. Und spieltechnisch ist das ganze eher verwirrend als hilfreich, so zumindest der erste Eindruck nach ein paar Minuten Testspielen. In der nächsten Version gibts dann bestimmt auch elektronisch gesteuerte Düsen, die beim Einschuss Kunstblut versprühen.

Damit der Militär-Look der Weste sich auch im Inneren des Computers ganzheitlich fortsetzt, gibts von Asus ein Motherboard in olivgrünem Armeedesign namens “Marine Cool”. Von Asus liebevoll mit Spielzeug-Geländewagen und Taigalandschaft dekoriert. Da wird das Tunerherz höher schlagen… auch wenn es die Konzeptstudie bislang nicht zu kaufen gibt.

Ubisoft gewährte einen Blick auf das diese Woche erscheinende World in Conflict Add On Soviet Assault. Spielerisch hat sich nicht viel geändert, aber für das deutsche Publikum reizvoll ist sicherlich, dass der Kriegsschauplatz von Amerika ins (mauer-geteilte) Berlin der 80er verlegt wurde, und man auf Seiten des Warschauer Paktes mit seinen Panzern Brandenburger Tor und Siegessäule in Schutt und Asche legen darf.

Asus nutzt den Erfolg seiner Netbook-Reihe Eee, um unter demselben Label auch PC-Zubehör auf den Markt zu bringen: Der Eee-Stick, ein schon sehr dreistes Plagiat von Nintendos Nunchuck und Wiimote, soll Wii- Spieleerlebnis auch auf den PC bringen. Zu sehen war auf dem Stand das obligatorische Tennisspiel, das mit dem eee-Stick genauso funktioniert wie Wii Sports auf der Konsole.

Groß beworben wurde im Vorfeld die “Webciety” Sonderschau rund um Web 2.0 und Social Dingenskirchen, konzipiert von Blog-Promoter Sascha Lobo. Was laut Ankündigung ““eine Art begehbares Internet” sein sollte, das statt Messeständen “Homebases, die komplett digital bespielbar sind” beinhalte, stellte sich in der Praxis als eher überschaubarerer Gemeinschaftsstand einiger zweitklassiger Webagenturen dar, mit mäßig spannendem Vortragsprogramm auf dem Podium (”Politik 2.0″, “Radio 2.0″, fehlte eigentlich nur noch “Bullshit 2.0″), und zwanghaft “innovativen” Gimmicks wie einer Twitterwall, die live die passenden Twitterstreams anzeigte.


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