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Einkaufsclubs: Was man bei Vente Privée, brands4friends & Co beachten sollte

abgelegt unter: Internet von Enk am 08.01.2009

Vor einiger Zeit hatte ich über das Phänomen der Shoppingclubs im Internet geschrieben, die Aktionsware auf Einladung verkaufen. Mit Vente Privée, Brands4Friends, BuyVIP oder Private Outlet konnte man die vergangenen Monate schon einige Erfahrungen machen - mittlerweile hat sich die Liste der Anbieter aber nochmal deutlich verlängert, z.B. um Pauldirekt, der sich auf Elektronik spezialisiert hat. Dauerhaft wird nicht jeder dieser Einkaufsclubs genug Kunden finden können, vor allem weil das Verkaufsmodell für den Kunden eine Menge Nachteile hat, die nicht in jedem Fall über den scheinbaren Rabatt ausgeglichen werden. Einige der häufigsten Fallstricke der Shoppingclubs:

Listenpreise: Die angeblich 50% und mehr Ersparnis in den Einkaufsclubs sollte man nicht ohne weiteres glauben. Während bei Vente Privée die Rabatte tatsächlich ordenlich sind, gibt es z.B. bei BuyVip immer wieder Aktionen, bei denen die Aktionspreise höher sind als die “normaler” Internetversender. Die angegebene Ersparnis gegenüber dem Listenpreis sollte man eh nicht überbewerten - wer einmal einen Mediamarkt oder Saturn von innen gesehen hat, weiss, dass Listenpreise selbst im stationären Handel nur als “Streichposition” eine Relevanz haben. So gabs bei Pauldirekt vor kurzem einen - durchaus günstigen - LCD-Bildschirm von Belinea für rund 230 Euro, angeblich über 100 Euro günstiger als üblich. Da die Firma Belinea bzw. Maxdata allerdings vor kurzem Insolvenz angemeldet hatte und damit die Garantieabwicklung für die Monitore unsicher ist, gibts den Monitor auch bei “normalen” Internet-Händlern sehr günstig, die Ersparnis bei Pauldirekt betrug daher eher 10 als 100 Euro.

Auswahl: Das Aktionsprinzip “was weg ist ist weg” bedingt, dass man oft nicht genau das Produkt bekommt, was man will, sondern das nehmen muss, was (noch) da ist. Das mag bei einem Ed Hardy T-Shirt, das mal wild und mal wirr gemustert ist, noch relativ egal sein, bei anderen Produkten ist das nicht unbedingt so. Sicher wird man nicht gezwungen, etwas zu kaufen was man nicht will, aber die Verknappungstaktik sorgt in vielen Fällen dafür, dass sich Kunden Dinge kaufen, die sie eigentlich gar nicht wollen, weil das Wunschprodukt schon ausverkauft ist, man aber trotzdem unbedingt noch “mitsparen” will. Man sollte sich dieser “Gefahr” zumindest bewußt sein, bevor man im Aktionsrausch bestellt, weil alles so billig ist.

Lieferzeit: Da die Clubs i.d.R. Ware nicht ab Lager verkaufen, sondern die Produkte erst nach der Aktion vom Hersteller bekommen, wartet man als Kunde gerne mal vier Wochen auf die Lieferung. Fairerweise muss man sagen, dass die meisten Clubs darauf zumindest mehr oder weniger deutlich vor der Bestellung hinweisen.

Rückgabe: Auch Shoppingclubs unterliegen den normalen Gesetzen und Regelungen für den Verkauf über das Internet. Dazu gehört eine kundenfreundliche Rückgaberegelung. Der eine oder andere Anbieter versucht aber, die Hürde für eine Rücksendung so hoch wie möglich zu legen - sei es durch sehr versteckte Rückgabe- und Kontaktinformationen oder - wie privateoutlet - durch den Zwang, die Waren (auf eigene Kosten) ins teure Ausland zurückschicken zu müssen. Bei Versandkosten von 17 EUR für ein Paket nach Frankreich überlegt sich mancher Käufer sicher zweimal, ob er die 40 Euro teure Jeans wirklich zurückschickt oder nicht doch lieber behält, auch wenn sie nicht ganz passt.

Garantie: Wer auf eine kulante Garantieabwicklung à la Amazon hofft, wird schnell enttäuscht werden. Die Clubs verweisen bei Garantiefällen gerne direkt auf den Hersteller, was zwar nicht ganz zulässig ist (der Kunde hat schließlich einen Vertrag mit dem Händler bzw. Club geschlossen, und dieser ist auch für die gesetzliche Gewährleistung zuständig), aber den Clubs eine Menge Arbeit erspart. Je nach Hersteller muss das nicht unbedingt ein Nachteil sein, Markenhersteller haben oft einen guten und kulanten Werksservice. Dennoch sieht Kundenfreundlichkeit anders aus.

Die Angebote der Shopping-Clubs sollten schon erheblich billiger sein als bei seriösen Online-Händlern wie Amazon & Co, damit sich der Streß mit Lieferung, Rückgabe und Garantieabwicklung, den man sich bei einigen der Clubs antut, halbwegs lohnt. Bevor man sich zum Spontankauf hinreissen läßt, also zumindest mal bei einer Preisvergleichsseite nach dem tatsächlichen Marktpreis der Produkte schauen. Tatsächlich gibt es aber immer wieder Aktionen, bei denen die Rabatte tatsächlich so groß sind, dass man bei Nichtgefallen die Ware zur Not auch selber ohne großen Verlust bei Ebay wieder verkaufen könnte. In diesen Fällen kann man über die Nachteile bei Lieferzeit oder Rücksendemodalitäten auch hinwegsehen.

Achja, weil vermutlich wieder ne Menge Fragen dazu kommen : Wer eine Einladung zu Vente Privée, brands4friends, BuyVIP, Pauldirekt oder PrivateOutlet benötigt - einfach eine Mail an mentalsavage[at]gmail.com schicken.


1 Kommentar »

  1. Ich suche eine Einladung für Bestsecret. Hilfe!

    Gravatar Image Comment von Sabine67 — 27.10.2009 @ 19:13

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