Dido - Safe Trip Home
Dido hat es geschafft, eigentlich eher belanglose easy listening Popmusik zu machen, und trotzdem als Künstlerin ernster genommen zu werden als andere Vertreter dieses Genres wie etwa die Corrs. Das ist natürlich einfacher, wenn der eigenen Bruder hinter der Trance-Formation Faithless steckt und Eminem mal eben ein paar Dido-Vocals für einen eigenen Hit samplet. Didos Stimmchen ist nicht gerade überragend, aber hat zumindest eine ganz eigene Färbung, Dido-Songs erkennt man sofort.
Das neue Album Safe Trip Home ist genau das, ein safe trip, der eine fluffige Mischung des bekannten Dido-Sounds abliefert. Und das ist gar nicht mal so schlecht - warum sich ständig neu erfinden, wenn man ein stimmiges Paket abliefern kann. Erstaunlich nur, dass Dido sich dafür fünf Jahre Zeit genommen hat. Alles sehr hörbar, wie immer ein wenig melancholisch, die perfekte Hintergrundmusik für Cafés und Bars. Die Arrangements wechseln von orchestral bis hin zu simpler Akkustikgitarre, aber immer bestimmt von Didos eindringlicher Stimme.
Anspieltipps:
It Comes and it Goes: komplex arrangiert mit Streichern, Bläsern, Percussions, Piano - und trotzdem wird diese melancholische Midtempo-Nummer eindeutig dominiert von Didos zerbrechlicher Stimme
Grafton Street: Von Brian Eno produzierte Ballade mit irisch-folkiger Instrumentierung, die Dido ihrem verstorbenden Vater gewidmet hat.










…die Band von Didos Bruder heißt übrigens FaiTHless und nicht FaCEless *klugschnackmodus aus*
oha, das stimmt natürlich… ist korrigiert.