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Georgien und die Grenzen des Internet

abgelegt unter: Internet von Enk am 08.08.2008

Wer sich aufgrund der aktuellen Nachrichtenlage mal informieren will, wo dieses “Südossetien” eigentlich liegt, um das gerade ein veritabler Krieg entbrennt, kommt mit Google Maps nicht wirklich weiter. Ganz Georgien ist für Google ein sprichwörtlicher weißer Fleck auf der Weltkarte. Wenn man weiß, dass die Hauptstadt Südossetiens nach englischer Schreibweise “Tskhinvali” heißt, findet Google zwar einen Punkt in mitten des Nichts, ansonsten gibt die Suche nach “Südossetien” oder “south ossetia” aber nur user generated content wieder, also keine offiziellen Kartendaten.

gmaps

Deutlich besser ist erstaunlicherweise Microsofts Live Search Maps, das nicht nur Zchinwali zielsicher findet, sondern Georgien insgesamt auch deutlich belebter erscheinen läßt

microsoft_live

update
Mittlerweile hat Google zu dem Thema Stellung genommen: Die fehlenden Kartendaten für Georgien seien keine aktuelle Antwort auf die Krise, sondern es habe noch nie Kartenmaterial für diese Region bei Google Maps gegeben, weil es schlicht keine Datenquelle mit ausreichender Qualität gegeben habe. Man will jetzt aber für Länder wie Georgien, Armenien oder Aserbaidschan Basisdaten nachliefern.


1 Kommentar »

  1. Die Frage, die jetzt mir, und vermutlich auch allen anderen Lesern, unter den Nägeln brennt: Warum ist das so?
    Sind wir hier einem Google-Skandal auf den Fersen? Seit Yahoo die Daten von Dissidenten an die chinesische Regierung verraten hat, halte ich nichts mehr für undenkbar…

    Gravatar Image Comment von SpielerZwei — 11.08.2008 @ 20:20

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