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Filmkritik: National Treasure: Book of Secrets (Das Vermächtnis des geheimen Buches)

abgelegt unter: Film von Enk am 05.08.2008

“Wenn ich so drüber nachdenke, dann verdienen wir unseren Lebensunterhalt mit ‘Hirnrissig’ ” - Riley, auch das Geschäft von Produzent Jerry Bruckheimer beschreibend

Mit National Treasure hatte Blockbuster-Produzent Jerry Bruckheimer (u.a. Top Gun, Armageddon, Pirates of the Carribean) 2004 mal wieder einen echten Hit gelandet. Die Geschichte um den Schatzsucher Benjamin Gates war ursprünglich gar nicht als Franchise angelegt, war aber so erfolgreich, dass Bruckheimer neben dem aktuellen “Book of Secrets” auch schon das dritte National Treasure Kapitel in Planung hat.

Um den Erfolg nicht zu gefährden, wurde in Teil Zwei das Rezept kaum verändert: Regie führte wieder Jon Turtletaub, und auch der Cast ist größtenteils aus Teil Eins übernommen worden: Nicholas Cage als Benjamin Gates stehen wieder Justin Bartha als Riley und Diane Krüger als Abigail zur Seite. Auch Harvey Keitel darf wieder den FBI-Agenten Sadusky spielen, und Jon Voight den Vater von Ben Gates. Neu in der Riege ist Helen “The Queen” Mirren als Bens Mutter, die in dieser Rolle eine gute Figur macht. Als Bösewicht ist diesmal Ed Harris hinter Benjamin und dem Schatz her.

Kern der Story ist eine geheimes Buch, das angeblich seit Gründung der Vereinigten Staaten von Präsident zu Präsident gereicht wird, und Informationen über die größten Geheimnisse der amerikanischen Geschichte beinhaltet: von Watergate über das Kennedy-Attentat bis zu Area 51. Benjamin Gates braucht das Buch, um die legendäre Goldstadt Cibola zu finden (eine der “seven cities of gold”), und damit zu beweisen, dass sein Urgroßvater nicht an Abraham Lincolns Ermordung beteiligt gewesen ist. Klingt verworren - ist es auch. Aber rasante Verfolgungsjagden durch London, Einbrüche ins Weiße Haus oder in den Buckingham Palace, Rätsel um Freimaurer und antike Schatzkarten kommen Schlag auf Schlag, so dass kaum Zeit bleibt, die großen Löcher und Ungereimtheiten zwischendrin zu bemerken.

Benjamin Gates ist quasi ein Indiana Jones für amerikanische Geschichte. Leider hat Nicholas Cage nicht das Format eines Harrison Ford, aber zumindest hat Cage hier etwas mehr drauf als seinen Standard-Hundeblick. Diane Krüger überzeugt wie im ersten Teil vor allem durch ihre optischen Reize, schauspielerisch ist das Gebotene aber auch zumindest ok.

Natürlich kann man sich auch einige patriotische Plattheiten nicht ersparen, schließlich sind wir hier in einem Jerry “Pearl Habour” Bruckheimer Film. Der US-Präsident ist ein guter Mann, der letztlich nur das Beste für sein amerikanisches Volk will, und überhaupt ist die Geschichte der USA eine große Erfolgsstory. Schließlich hat man sich damals über die bösen Engländer hinweggesetzt, die insgeheim im Bürgerkrieg die konföderierten Sklaventreiber unterstützt haben (was historisch nicht belegt ist). Steht zu befürchten, dass der eine oder andere Kinobesucher die Mischung aus historischen Fakten, Verschwörungstheorien und Fiktion, die hier präsentiert wird, für bare Münze nimmt. National Treasure ist in dieser Beziehung quasi eine “Da Vinci Code”-Version der US-Geschichte.

Wer sich über solche Details nicht aufregt und sich auf das Konzept handwerklich gut gemachter Unterhaltung ohne großen philosophischen Überbau einlässt, wird von Book of Secrets nicht enttäuscht. Letztlich ist Bruckheimers Konzept aufgegangen, möglichst risikoarm eine Kopie des ersten Teils zu erstellen. Nicht besonders innovativ, aber sehr unterhaltsam - so sollte Popcorn-Kino sein.

National Treasure: Book of Secrets (Das Vermächtnis des geheimen Buches), USA 2007 - deutscher Kinostart: 24.01.2008
6 Punkte


3 Kommentare »

  1. Ich mag beide Teile! Benjamin Gates derzeit der bessere Indiana Jones…
    Aber ich habe ja noch nicht den dritten Teil der Mumie gesehen. Die ersten beiden waren ganz großes PopCorn-Kino und in bester Indy-Tradition. Ja, ich weiß, dass ich mich jetzt bei viele Leuten selbst diskreditiert habe…

    Gravatar Image Comment von SpielerZwei — 21.08.2008 @ 23:35

  2. Da fehlt ein “ist” im zweiten Satz.
    Ich werfe es mal einfach so in den Raum. *schmeiss*

    Gravatar Image Comment von SpielerZwei — 21.08.2008 @ 23:37

  3. Nee, von der Mumie hab ich noch keinen Teil gesehen, da haben mich die Trailer immer zu sehr abgeschreckt.

    Gravatar Image Comment von Enk — 22.08.2008 @ 14:01

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