Spieleklassiker: Pac-Man
Pac-Man ist nicht ohne Grund neben Space Invaders und Asteroids DER Automatenspiele-Klassiker: Pac-Man hat alle Elemente, die ein guter Spielautomat braucht. Simples Spielprinzip, knuffige Grafik, einfache Steuerung, unfaires Gameplay: Ein gelber Smiley frißt in einem Labyrinth so lange Punkte, bis er von den ihn verfolgenden Geistern gepackt wird und dann mit einem höhnischen Plopp implodiert.
Unter der scheinbar trivialen Oberfläche steckt - wie bei so vielen großen Werken - aber eine tiefere philosophische Weisheit. Wenn unser kleiner gelber Freund in höchster Bedrängnis von allen vier Geistern eingekreist ist, kann er selbst in einer scheinbar ausssichtslosen Situation das Blatt umkehren, indem er einen blinkenden großen Punkt, den “power pellet”, verspeist. Auf einmal wird das wehrlose Opfer zum Jäger, und die Verfolger zu blau angelaufenen Gejagten, die nun ihrerseits von Pac-Man gefressen werden können. Dieses bahnbrechende Prinzip “Vom Jäger zum Gejagten” ist bis heute die Vorlage für große Hollywood Produktionen (”Bourne Identity”, “Minority Report”, to name a few). Aber - wie so vieles im Leben - ist diese Wende nur von kurzer Dauer, die grundlegenden Regeln sind nur scheinbar außer Kraft gesetzt. Denn sobald die gefressenen Seelen der Geister zurück in ihr Versteck gelangt sind, verwandeln sie sich wieder in tödliche Jäger. Und eins steht von vorneherein fest: Pac-Man wird das Spiel nicht gewinnen können, egal wie oft er die Monster besiegt, sie kommen immer wieder.
Die Rettung als Illusion, in the long run, we’re all dead - darin liegt die tiefere Wahrheit von Pac-Man. Und noch eine wichtige Regel, die Pacman der jungen Generation nähergebracht hat: Esst mehr Obst! Eine Kirsche brachte 100 Bonuspunkte, eine Erdbeere 300, und eine Ananas ganze 1.000 Punkte.
Diese und andere Meinungen zu Pac-Man gibts auch bei Polyneux.
Pac-Man, Namco 1980 - online spielen








